der zuwezahra http://zuwezahra.posterous.com bringt dich nah ran! posterous.com Thu, 06 Oct 2011 06:57:13 -0700 Hao-le http://zuwezahra.posterous.com/hao-le-71017 http://zuwezahra.posterous.com/hao-le-71017

P98

Das Taiwan-Abenteuer geht zu Ende...

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Thu, 06 Oct 2011 06:52:05 -0700 Hao-le! http://zuwezahra.posterous.com/hao-le http://zuwezahra.posterous.com/hao-le

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Tue, 27 Sep 2011 22:48:10 -0700 Hot Pot till you die! http://zuwezahra.posterous.com/hot-pot-till-you-die http://zuwezahra.posterous.com/hot-pot-till-you-die

Gestern Abend gab es eine famose eat till you die Hot Pot Session. Unsere Studis haben uns zum Essen eingeladen und es gab alles was das Herz begehrt: Rind, Schwein, Lamm, Shrimps, Muscheln, Lobster, Pilze, Gemüse. Das alles konnte man dann nach belieben in zwei verschiedenen Chinese Medicine Suppen köcheln lassen. Zum Nachtisch gabs dann noch Mövenpick Eis und Eis am Stiel. Danach mussten wir uns nach Hause rollen, war echt sehr lecker!!!

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Tue, 27 Sep 2011 02:07:48 -0700 Und langsam wochs ma zam http://zuwezahra.posterous.com/und-langsam-wochs-ma-zam http://zuwezahra.posterous.com/und-langsam-wochs-ma-zam

Die letzten 2 Wochen sind ja wieder wie im Flug vergangen, und der taiwanesische Alltag hat uns fest im Griff! In der Plastischen Chirurgie tut sich nun nicht mehr so viel, die meisten OPs kennt Tobi nun schon, und wenn es nichts Neues gibt verzieht er sich gelegentlich etwas früher. Montags und Mittwochs sind willkommene Ausnahmen, da dann „The Living Legend“ aka. Fu Chan Wei seine Teaching Classes im OP hält. Da werden dann 2-3 interessante Fälle besprochen bevor sie direkt im Anschluß auf dem Tisch landen. Gelegentlich stehen dann um die 15 Leute (exkl. Schwestern und Anästhesie wohlgemerkt) im OP rum und lauschen/schauen gebannt. Alles wird ausführlich auf Englisch erläutert und Prof. Wei ist auch immer für Smalltalk zu haben. Am Montag war eine ca. 15h OP, bei der ein größerer Defekt (Tumorentfernung) mit zwei freien Lappen und einem Stück des Wadenbeins saniert wurde. Ein spektakulärer Fall, der selbst die Augen des Oiden Hasen zum leuchten bringt ;) Es ist übrigens auch für Vicki spannender geworden. Nicht nur, daß wir zusammen in Tobis Zimmer wohnen und sie ihre „Susi“ kaum mehr zu Gesicht bekommt, ist auch Schwung in den Klinikalltag gekommen, Da der unfreundliche Arzt am Mo sich netterweise den restlichen September freigenommen hat, und sie sich den frustrierenden Donnerstag-Arzt spart, konzentriert sich die Famulatur auf kompakte 3 Tage, die dafür dank cooler Ärzte und netter Studenten immer zum lehrreichen Erlebnis werden. Da ist einerseits Dr. Chen, der sie letzten Dienstag und heute prompt genadelt hat (1 Stunde auf den Bus zu warten und von der Air Condition abgeblasen zu werden=Kehlkopfentzündung), er legt besonders Wert auf Puls- und Zungendiagnostik, dann Dr. Huang am Mittwoch, der sich immer freut, Europäer zu sehen, weil er dort regelmäßig Vorträge hält (er versucht mit chinesischen Kräutern dem Husten zu Leibe zu rücken), und Dr. Lee am Freitag, der uns eigentlich lieber Kung Fu lehrt als Akupunktur. Doch das alles wäre nur halb so interessant, wenn da nicht die lieben Kollegen wären, die in der zweiten Woche so richtig aufgetaut sind und laufend übersetzen, sei es aus dem Gedächtnis oder mit Hilfe eines Smartphones. Sie versorgen die Kranke übrigens mit westlicher Medizin - leider hilft wie immer weder das eine, noch das andere, und so waren die letzten 6 Nächte alles andere als erholsam... Unter den Kollegen sind besonders Vivian und Jerry zu Freunden geworden, die uns beide auch voriges Wochenende auf einen Ausflug eingeladen haben. Anfangs zu 4. wuchs unsere Gruppe auf 8 Leute und einen Hund an, und so marschierten wir erst zusammen durch die ehemalige Goldminenstadt Jinguashi, wo wir einen 10 Millionen Euro teuren Goldbarren angreifen konnten, bevor wir uns durch die schmalen Gassen von Juifen zwängten, wo wir einheimische Köstlichkeiten kredenzt bekamen: Haifischbällchensuppe, Mochi (sticky rice in dem Fall gefüllt mit Erdbeereis, lecker!) und Stärkebällchen auf geschreddertem Eis mit roten Bohnen. Derart gestärkt wanderten wir zum Shiufen Wasserfall, wo eine geschätzte Million an Photos geschossen wurde. Dann fing es leider zu regnen an, was uns aber nicht davon abhielt, in Pinxi noch eine orangene Papierlaterne mit Wünschen zu beschriften und per Feuerantrieb in den dunklen Abendhimmel steigen zu lassen, bevor der Tag in einem Californischen Restaurant in Taipei augeklungen wurde. Auch das Nachtleben haben wir nun schon zur Genüge ausgekostet und waren in den angesagtesten Clubs Taipeis am Cocktail trinken und abshaken. Spark, Barcode, Room 18 und wie sie alle heißen..... Fragt lieber nicht, mit wie viel so ein Abend zu Buche schlägt! Da kostet der Eintritt oft schon mal rund 20 Euro, dafür hat man 1-2 Drinks inklusive, gespielt wird vor allem elektronische Musik. Rund um das ehemals höchste Gebäude der Welt hat sich eine stylishe Szene entwickelt, nur sind das zum größten Teil Clubs, die man halt mal sehen muß, aber die wir zuhause auch nicht unbedingt besuchen würden. Aber wir haben unsere Zeit nicht nur rund um den 101 verbracht, wir haben uns auch endlich mit dem schnellsten Aufzug der Welt mit 60km/h ins 88 Stockwerk katapultieren lassen und die Aussicht auf Taipei genossen. Fast der schönere Spot war aber der „Elephantenberg“, vor dem sich die ganze Stadt ausbreitet, 101 natürlich inklusive! Was haben wir noch auf unserer to do Liste abgehakt? Ach ja, da vorige Woche der Herbst in Taipei/Linkou eingekehrt ist, und es statt 27 nur mehr klirrend kalte 23 Grad gehabt hat (mittlerweile hat es gottseidank wieder 27) haben wir uns endlich zu den berühmten Hot Springs in Beitou aufgemacht und uns ein Bad bei rund 40 Grad Wassertemperatur gegönnt. Das war wirklich angenehm! Ein tragischer Ausfall ist auch noch zu beklagen, nach dem Fotoshooting in den Hotsprings hat Tobi das Kameraglück verlassen, und das gute Stück ist auf den Boden gefallen (natürlich rechtzeitig VOR dem Besuch am 101 oder „ü-ling-ü“, wie die Einheimischen sagen würden). Die Kamera an sich hat ganz gut überlebt, aber das Objektiv hat jetzt leider einen Knick in der Optik :( Damn. Das war wohl die Strafe dafür, dass er die letzte Woche überlegt hatte, es durch ein neues zu ersetzen. Naja, die Pläne sind jetzt erstmal auf Eis gelegt. Das Gute daran ist nur, dass er gezwungen ist, mit seinem 35mm Festbrennweiten-Objektiv warm zu werden (O-Ton Vicki: Das hat ja GAR KEINEN Zoom?!?!). Aber es macht knackscharfe Bilder, bietet noch einige andere tolle Features und hilft Tobi über den Verlust hinweg. Auf privater Ebene gab es den Besuch vom weltreisenden Nils zu vermelden, den wir auf unseren Streifzügen im Schlepptau hatten (u.a. konnte mit ihm nun ENDLICH der 101 erklommen werden, um das centennial Entschleuniger Treffen zu eröffnen!). Der hat sich nun schon Richtung Osten abgesetzt und berichtet von auflauernden Riesenspinnen, die uns irgendwie bekannt vor kommen... Am Samstag wollten wir dann ja unsere „Kleinen“ (die Studenten, die uns vom Flughafen abgeholt haben und uns hier betreuen sollen) dazu überreden, in eine KTV Bar (=Karaoke) zu gehen, aber leider sind die Lieder fast nur auf chinesisch, und so sind wir zusammen am Raohe Night Market gelandet. Der aufmerksame Blogleser weiß, daß wir hier schon die ersten Abende in Taipei verbracht haben... Nach all den Nachtmärkten, die wir nach 2 Monaten schon gesehen haben, ist das aber noch immer unser Favorit! Am Sonntag sind wir spontan an die Nordküste nach Yuehli gefahren und haben uns die bizarren Fels- und Sandformationen angeschaut. Berühmt ist hier vor allem ein Felsen, der wie Nofretetes Kopf aussieht, vor dem sich natürlich eine riesen Schlange photowütiger Touristen bildet... Nachdem einige Top-Sights bis jetzt ja nicht wirklich sooo toll waren, hat uns Yuehli wirklich positiv überrascht! Jetzt haben wir schön langsam wirklich fast alle Sehenswürdigkeiten in und um Taipei gesehen, und doch ist es immer wieder auf's Neue reizvoll, durch durch Gassen dieser Millionenstadt zu schlendern, in der wir eine schöne Heimat auf Zeit gefunden haben. Leckeres Coldstone-Eis, Dumplings, 24h offene Convenient-Stores, der Sushi Express, die elendslange Schlange vor dem Bus nach Linkou, Mr. Brown Coffe mit Wlan, Stinky Tofu Geruch auf der Straße, Whisky-Cola am Balkon und aus aktuellem Anlaß natürlich noch zu erwähnen die lustige Altherren und -frauen Putztruppe, die 3x/Wo mit einem „Sorry sorry“ erscheint, um alles zu tun außer zu putzen... Unvorstellbar, daß das bald vorbei sein soll!

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Wed, 21 Sep 2011 09:41:27 -0700 Nightlife http://zuwezahra.posterous.com/nightlife http://zuwezahra.posterous.com/nightlife

Starting in the night at W Bar Taipei!

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Tue, 13 Sep 2011 03:30:45 -0700 Klinikalltag von Anfang an ... http://zuwezahra.posterous.com/klinikalltag-von-anfang-an http://zuwezahra.posterous.com/klinikalltag-von-anfang-an Wow, lange her unser letzter Post!
Beginnen wir einfach nochmal mit dem Einzug: Einen Tag vor Beginn der Famulatur durften wir dann tatsächlich unsere Dorms beziehen und verbrachten den Rest des Tages auch gleich mal damit zumindest die oberste Schicht Schmand aus den Schränken und von den Tischen/Stühlen zu wischen. Den Angaben der Rezeptionisten und dem "Zugemülltheitsgrad" des Zimmers nach hatte Tobi noch einen Mitbewohner zu erwarten, während Vicki davon verschont bleiben sollte. Tags darauf bekam Vicki aber eine waschechte Chinesin aufs Auge gedrückt, mit allem drum und dran (China-Reisende wissen was gemeint ist, alle anderen sollten sich selber ein Bild machen, wir sind ja keine Spielverderber). Tobis Mitbewohner sollte aber nie in Erscheinung treten (bis jetzt) weswegen die rabiate Entmüllungsaktion zu Beginn auch keinen Leidtragenden hatte.

Tags darauf, Donnerstags, ging es dann tatsächlich los. Wie bei jeder Famulatur üblich beginnt diese mit einer freundlichen Begrüßung und einer genauen Erklärung der Örtlichkeiten. Die Begrüßung beschränkte sich bei Tobi auf ein: "From Germany!? Welcome!" (bei Vicki war es schwieriger: "Ah, from Australia!" "No, from Austria, Aodili!" ) während die Erkundung der Örtlichkeiten für Tobi die Hauptaufgabe der nächsten Woche wurde. Am Nachmittag verabschiedete man sich mit einem durchaus netten:"Bis Morgen!", wo, blieb aber ein Geheimnis. So durfte Tobi dann immer hinterhertelefonieren und wenn er dann am Ort des Geschehens ankam hieß es: "Da waren wie vor 5 min, wir sind jetzt...". Und endlich gefunden, wurden noch 2 Pat visitiert und dann hieß es wieder:"Bis Morgen". Die anderen Tage wurde dann aber bis ultimo operiert! Mittlerweile kennen wir aber Finten und Schlupflöcher und können uns ab und an auf das Wesentliche konzentrieren.

Die Plastische Chirurgie von Linkou ist DIE Plastische Chirurgie überhaupt und weltberühmt für ihre Mikrochirurgie. So kann man hier eine enorme Anzahl an teils sehr ausgefallenen Fällen sehen. Auf der einen Hauptebene gibts es ~80 OP Säle und in 5 - 7 werden ausschließlich plastische Fälle behandelt. Ärzte aus allen Teilen der Welt kommen hier her, um einige Zeit zu arbeiten und von den "Living Legends" zu lernen. Die sprechen meist sehr gut Englisch (auch einige Amis, bzw. Taiwanesen die in die US ausgewandert sind), was dem Verständnis der Erklärungen zugute kommt. Einen Deutschen haben wir am Freitag auch schon verabschiedet und konnten bei der Gelegenheit einige internationale Kontakte knüpfen und endlich mit Know How in das Nachtleben von Taipei eintauchen. So ließen wir die Arbeitswoche in einem Schicki-Micki Ambiente an der Poolbar eines Luxushotels mit Ausblick auf die Stadt mondän ausklingen.

Jetzt hoffen wir, dass wir das positive Ende der Woche in die neue Woche mitnehmen können und es spannend bleibt bzw für Vicki noch spannender wird - sie hat zwar keine Schwierigkeiten, die Räumlichkeiten zu finden, da sie nur in der Akupunkturklinik ist (nachdem es anfangs geheißen hatte, sie müsse täglich mit dem Bus in ein nahegelegenes Spital fahren), dafür ist der Lerneffekt dort ziemlich niedrig. An nur 2 Tagen die Woche gibt es eine teaching class, wo etwas erklärt und von ein paar netten Studenten dankenswerterweise übersetzt wird, die anderen Tage wird wie am Fließband genadelt, für Ausbildung ist keine Zeit. Da fühlt man sich glatt wie zuhause! Auch die Studenten können nicht erklären, weshalb die Behandlung so gewählt wird, wie der jeweilige Arzt es es macht - by the way jeder hat eine andere Art, was es für einen Anfänger natürlich erst Recht unmöglich macht zu folgen. Das Patientengut erstreckt sich hier von Rückenschmerz über Schlaganfall zu Tinnitus und allergischem Schnupfen, jung und alt kommt hierher, um sich geduldig je nach Arzt 2 bis 40 Nadeln stechen zu lassen und wenn er es gut trifft, auch eine kleine Massage zu bekommen. Morgen gibt es nach der Ambulanz eine kleine Privataudienz mit dem einzigen Doktor, der relativ gut Englisch spricht und auch regelmäßig Vorträge in Europa hält.

Das Wochenende war ürigens diesmal dank des Mid Autumn aka Moon Festivals ein verlängertes, das wir zu ausgiebigen Erkundungstouren in und um Taipei nutzten. In nur einer halben Stunde ist man zb vom Stadtzentrum mit der U Bahn oder dem Bus am Meer in kleinen oder großen Hafenstädten, die wieder - wie könnte es anders sein - eine Menge an Essen, Essen, Essen und Tempeln zu bieten haben.

Nach einem kleinen Sundowner am Balkon geht es jetzt noch ab nach Taipei City zum größten Nightmarket Taiwans vielleicht ein wenig Nippes für die Hinterbliebenen zu erhaschen ;)


PS: da das technisch hochentwickelte Taiwan seinen Ärzten leider nur Internetzugang 2. Klasse bietet, muß der heutige Post leider ohne Bilder auskommen

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Tue, 30 Aug 2011 09:58:00 -0700 2. Woche Philippinen: Manila und die Reisterassen http://zuwezahra.posterous.com/2-woche-philippinen-manila-und-die-reisterass http://zuwezahra.posterous.com/2-woche-philippinen-manila-und-die-reisterass

Kaum in Manila angekommen wurden wir schon Opfer des Touristen-Nepps. Das Airpoirt Taxi zu nehmen ist so wie in Wien mit dem CAT zu fahren ;)

Egal, wir wollten schnell zur Florida Busstation fahren und auschecken, ob der Bus nach Banaue tatsächlich nicht fährt, wie uns die Dame von der Touristeninfo am Flughafen weismachen wollte. Als sich vor Ort der Taxifahrer für uns erkundete, setzte sich die Reihe an Falschinformationen fort, und wir sahen uns schon eine Nacht in Manila übernachten. Doch da man hier anscheinend nur oft genug nachfragen muss, um zu bekommen, was man möchte, versuchten wir es noch direkt am Ticketschalter, und siehe da- kein Problem, natürlich fährt der Bus, so wie jeden Tag gegen 23h, so wie wir es auch von jedem Touristen, den wir getroffen haben, erfahren haben....

Also blieben uns noch ein paar Stunden, um die Sehenswürdigkeiten Manilas zu erkunden (deren gibt es ohnehin nicht besonders viele). Wie immer wollten wir unser schweres Gepäck in einer Touristeninfo zwischenlagern, doch in der Millionenstadt hier war das gar nicht so leicht. Erst einmal muss man die Info finden, da jeder einem in eine andere Richtung schickt, dann muss man sich durch die philippinische Bürokratie durchschlagen und sich registrieren, damit man dann endlich in einem kleinen Hinterzimmer des riesigen Tourismusministeriums endlich Infos erhält. Nach einigem Hin und Her hat's dann auch dort geklappt, und so erkundeten wir den einzig wirklich sehenswerten Stadtteil „Intramuros“. Begleitet von „Trycicle Sir Ma'am? Where do you go? Want a ride through Intramuros?“ bahnten wir uns den Weg zur ältesten Kirche Manilas und anderen netten Häusern bis zum Fort Santiago.

Danach tingelten wir eine Stunde lang mit der Kirche um's Kreuz in der berstend vollen U-Bahn durch Manila, nur um dann noch einmal eine halbe Stunde im Taxi zur City Hall zu fahren. Dort endete die Reise durch die smoggeplagte verkehrschaotische Stadt für's erste, und wir wurden gastfreundlich von Chatty und Sean aufgenommen – ein philippinisch-irisches Pärchen, das wir an unserem letzten Tag in Taipei im Leopard Garden kennengelernt hatten. Wir konnten unser schweres Gepäck bei ihnen lassen und gemütlich nur mit kleinen Rucksäcken ausgestattet unsere Reise in den Norden antreten. Die wichtigsten Utensilien darin: Jacke und Haube, um den Polar-Bus zu überleben!! (Sean hat uns vorgewarnt, und so erwarben wir wirklich bei 30 Grad noch in Coron eine Strickhaube...)

Neun Stunden später kamen wir in Banaue an und wurden erst mal wieder belagert: „Want a Guide? Where do you go? Tricycle Sir?“. Ein UNESCO Weltkulturerbe bringt eben Money. Money! Nach ewigen Verhandlungen, weil die verlangten Preise einfach lächerlich teuer waren (beim „8. Weltwunder“ ja kein Wunder, oder?), entschieden wir uns dafür, in das kleine Dörfchen Batad zu wandern. Prompt fing es zu regnen an, und es sollte für die folgenden 48h auch so bleiben...

Kurz vor Batad heuerten wir einen Guide (mit dem herrlichen Namen Vino) für den halben Preis an, der uns am Nachmittag noch durch den Regen über die Reisterassen und zu einem großen Wasserfall brachte. Eigentlich wollten wir mit ihm Tags drauf weiterwandern, doch wir hatten keine Lust, stundenlang durch den Regen zu stapfen, weshalb wir einen gemütlichen Tag im Hillside Inn mit grandioser Aussicht verbrachten. Die bescheidene Hütte hatte zwar durch den Taifun nur selten Elektrizität und fließend Wasser zur Verfügung, aber wir haben ja auch kein Sternehotel erwartet! So ging auch der Regentag vorüber, und den Abend ließen wir mit einer gemütlichen Massage ausklingen. Währenddessen fing es plötzlich wild zu stürmen an, und seltsame Geräusche erfüllten das Haus. Unsere Masseurinen meinten nur: „Oh, it's just the typhoon. The roof is not so good here.“ Aha, naja was soll man da schon großartig machen?

Am Sonntag strahlte dann schon fast wieder die Sonne, und so machten wir uns mit Vino auf zu einer dreistündigen Wanderung nach Bangaan, um von dort aus mit dem Bus nach Banaue zurückzufahren. Mina aka Nanmading hatte doch ganz schön gewütet, und teilweise waren die Wege sicher nicht so, wie sich Mutti eine Wanderung vorstellt.... Die Landschaft war aber wunderschön, und auf den 2000 Jahre alten Reisterassen rumzukraxeln ist schon ein Erlebnis! Manchmal fühlten wir uns auch an die Levada-Walks auf Madeira erinnert.

In Bangaan angekommen hieß es dann, der Bus geht heute doch nicht um „11, 12“ (das ist die philippinisdche Zeitangabe für er fährt um 11 oder um 12 oder irgendwann dazwischen oder später, das kennen wir ja schon aus Porto Princesa), sondern weil Sonntag ist, erst um 16h. „Maybe.“ Das war uns dann soch ein klitzekleines bißchen zu ungenau, da wir ja den Nachtbus nach Manila um 20h erwischen mußten, um Montag Abend nach Taipei zurückfliegen zu können, und so wurde uns ein Tricycle versprochen. Da das Handynetz aber momentan nicht funktionierte wurden wir mit einem Jeepney in die nächste Ortschaft gebracht mit der Beteuerung, dort warte ein Tricycle nach Banaue auf uns, und wir müßten für die 13km insgesamt 400 Rand zahlen. Gesagt getan, doch in dieser Ortschaft hieß es plötzlich, wir können nur 3km fahren, da danach ein Landslide die Straße blockiere, das kostet 200, und ob danach ein Gefährt für uns da ist, ist weiß man nicht, und überhaupt ist er nicht dazu da, Ausländer herumzufahren. Bei so viel Freundlichkeit beschlossen wir, die 3km zum Landslide zu Fuß zu gehen, und so freuten wir uns zum ersten Mal, als uns kurz vor dem Ende der Straße ein Filipino mit „Tricycle Sir Ma'am?“ ansprach....

So wurden wir sicher über den Erdrutsch geleitet, der ziemlich groß war und die ohnehin schon holprige Straße ca 20 Meter lang komplett verschüttet hatte. Da drüberzukraxeln war nicht ohne! Am anderen Ende wartete dann das heisz ersehnte Tricycle....

Aus Dankbarkeit und weil wir den Tag noch rumzubringen hatten, heuerten wir unseren Fahrer noch an, uns zu den Aussichtspunkten von Banaue zu bringen. Im Gegensatz zu Batad sind die Reisterassen hier nicht aus Stein, sondern aus Gatsch gemacht, und der Reis war hier noch nicht geerntet, so dass die Felder in sattem hellgrün erstrahlten.

Der Bus zurück dauerte diesmal 10h und war noch kälter als bei der Hinfahrt, unpackbar einfach, unpackbar auch der Fahrstil des Chauffeurs. Ehrlich, wir hatten teilweise Angst um unser Leben. Besser nicht mehr daran denken!

Morgens um 6h in Manila.... what to do? Die geniale Idee, ein Spa aufzusuchen, folgte der Rückschlag, daß Jacuzzi und Buffet erst um 11h aufmachten. Also schlenderten wir die Hafenpromenade entlang und beobachteten die aerobicwütigen Filipinos, die in aller Herrgottsfrüh schon zu den angesagtesten Hits Choreographien dancten. Dann machten wir es uns eine zeit lang im Starbucks bequem und suchten gegen 10h wieder das Spa auf. 6 Stunden für rund 700 Pisos, sprich 12 Euro, inklusive Jacuzzi, Sauna, Buffet (naja) und dem besten: 1h Massage! Wir gönnten uns ein 15 minütiges Fisch-Spa und ließen unsere geplagten Füße in ein Becken hängen, in dem duzende kleine Fische nur darauf warteten, uns anzuknabbern! Gefolgt von einer 45minütigen deluxe Massage, die uns alle Strapazen der letzten Stunden vergessen ließ.

Bevor uns unsere Freunde mit unserem Gepäck abholten schlenderten wir noch mal durch Intramuros und erkundeten das Fort Santiago mit dem „Rizal Shrine“: einem Häuschen, das ganz dem Volkshelden der Philippinen gewidmet ist. Tobi mußte sogar seine Kappe abnehmen, so sehr wird der Herr Rizal dort verehrt...

Danach ging's mit Sean und Chatty zum Essen noch zum Abschluß in ein schönes, komplett künstlich angelegtes Viertel von Manila, und als Dessert gab es echt italienisches Gelato :)


Damit ist der vergnügliche Teil unserer Reise vorbei, morgen geht es – wenn's wahr ist – in unsere Unterkunft für September und am Donnerstag, den 1.9. fängt die Famulatur an. Da gibt es bestimmt auch einiges zu berichten!

PS: Ach ja, falls ihr euch fragt, was aus Mina geworden ist, die ist mit uns gemeinsam von den Philippinen nach Taiwan gezogen, das haben wir während des Fluges auch gehörig zu spüren bekommen, und schwirrt jetzt Richtung China ab, allerdings nur noch als Tropensturm. Wer weiß, welche Dame als nächstes folgt...?

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Tue, 30 Aug 2011 08:20:00 -0700 1 Woche Palawan im Rückblick http://zuwezahra.posterous.com/1-woche-palawan-im-ruckblick http://zuwezahra.posterous.com/1-woche-palawan-im-ruckblick

Wir sind wieder heil zuhause angekommen! Gestern um 3 in der Nacht sind wir im Leopard Garden eingezogen, unserer Bleibe in Taipei, bevor der Trip auf die Philippinen los ging.

Es schaut so aus, als wäre einiges nachzuholen, also springen wir geistig wieder zurück auf Palawan, die Urlaubsinsel der Philippinen, da die Zeit dort mehr als nur ein paar Zeilen verdient hat.....

Im beschaulichen, vom Touristenansturm verschonten Port Barton engagierten wir den am wenigsten leastigen Bootsfahrer mit dem klingenden Namen "Gaga", um gemeinsam mit dem daenischen Paerchen eine Islandhoppingtour zu machen. Das Schnorcheln viel zwar extremst enttaeuschend aus, da die Korallenriffe leider komplett vom Dynamitfischen zerstörten sind, aber wir eroberten auch einige der schönen kleinen vorgelagerten Inseln: Exotic Island, German Island und Paradise Island kligen nicht nur gut, sie sind es auch! Auf traumhaften Straenden genossen wir den Blick auf das tuerkise Meer und bekamen zu Mittag frisch gefangenen Red Snapper serviert. 4 Stueck fuer 90 Eurocent!

Doch es zog uns weiter, und so gelangten wir nach einer 4 stuendigen Bootsfahrt nach El Nido. „Das Nest“ ist allerdings schon ziemlich von Touristen eingenommen, sowohl von Whities als auch von Filipinos. Trotzdem war es sehr schön, und die Fotos von unserer gemütlichen Terasse am Strand habt ihr ja schon geliefert bekommen. Nachdem wir genug von romantischen Sonnenuntergängen hatten, suchten wir mit unserem lustigen spanischen Tauchpartnerpärchen das Asylum auf, eine Einheimischendisco, in der wir auch mal abshaken konnten. Jose, ein eingefleischter FC Barcelona-Fan (und auch sonst jemandem bestimmten aus der Heimat nicht unähnlich), drehte so richtig auf. Ihm hatten wir es zu verdanken, alle Sommerhits quasi in Dauerschleife gespielt zu bekommen ;)  Ich sag nur: „Venga! Venga!“

Dann zogen wir per Boot in einer 7h Fahrt weiter auf Busuanga, auch Coron genannt, einer Inselgruppe ganz im Norden Palawans, die für ihre japanischen Wracks aus dem 2. WK bekannt ist. Aber für den aufmerksamen Blogleser ist das ja schon ein alter Hut! Das erste betauchte Wrack war ein Kriegsschiff, wir gingen auf ca 36m, aber viel zu sehen gab es leider nicht. Das zweite Schiff war ein versenkter Öltanker, in dem machte das Tauchen so richtig Spaß – von oben ging es kopfüber durch kleine Luken hinein und im Inneren war es teilweise so seicht, das man aufpassen mußte, nicht mit der Sauerstofflasche an der Decke anzustoßen. Viele Fische und unglaublich farbenprächtige Korallen bekamen wir dann beim 3. Tauchgang zu sehen, das Boot liegt zwar nur auf 12 Metern, aber solche Korallenvielfalt habe ich noch nie gesehen! Als Lunch wurde uns gegrillter Fisch versprochen,und was wir bekamen sprengte unsere Erwartungen: die zwei riesigen Thunfische aus den einheimischen Gewaessern waren selbst fuer die insgesamt 14 Mann an Bord nicht zu bewaeltigen!
Am Nachmittag hat es dann zu regnen begonnen, und da es bis am nächsten Morgen nicht aufgehört hat, ließen wir den zweiten Tauchtag wie schon bereits erwähnt sausen. Tags drauf fing es pünktlich am Weg zum Flughafen wieder an zu regnen, trotzdem kamen wir sicher in Manila an.

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Wed, 24 Aug 2011 08:47:19 -0700 Typhoon... http://zuwezahra.posterous.com/typhoon http://zuwezahra.posterous.com/typhoon

P182

Darf ich vorstellen: am Bild ganz links die dicke weiße Wolke ist Mina. Gleich daneben ist Luzon-die Insel, auf der Manila liegt.
Haltet uns die Daumen, dass die Flüge morgen wieder gehen. War heute nämlich angeblich nicht der Fall...

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Wed, 24 Aug 2011 02:50:10 -0700 Regentag! http://zuwezahra.posterous.com/regentag http://zuwezahra.posterous.com/regentag

Unglaublich aber wahr, wegen zuviel monsum-artigem Regen haben wir unseren Tauchtag abgesagt. Stattdessen stand ein Besuch des Coron City Market am Programm. Am Weg zurück bin ich doch tatsächlich fast überfahren worden. So ein Tricycle hat wohl den Regen und seine 5 Fahrgäste bei der Bremswegberechnung vergessen und hat mir nen ordentlichen Stoß in den Rücken versetzt. Ich hab's aber überlebt. Der Markt war auch ganz schön verregnet, aber es gab jede Menge Fisch. Am Abend gehen wir evtl zum Cockfight, falls wir die Location finden.
Morgen geht's dann um 10:40 weiter Richtung Manila, hoffentlich ohne Taifun.

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Tue, 23 Aug 2011 08:15:46 -0700 Wracktauchen http://zuwezahra.posterous.com/wracktauchen http://zuwezahra.posterous.com/wracktauchen Falls sich jemand fragt wo wir uns gerade rumtreiben und was wir so machen sei ihm folgende Seite ans Herz gelegt:
Http://www.coronwrecks.com
Heute standen Akutsishima , Okikawa Maru und das Lusong Gunboat am Programm. Morgen geht's weiter, wo genau müssen wir noch recherchieren.

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Fri, 19 Aug 2011 03:17:40 -0700 Philippines ! http://zuwezahra.posterous.com/philippines http://zuwezahra.posterous.com/philippines

Wir genießen nun schon seit 4 Tagen die Philippinen und heute konnten wir endlich auch in die Unterwasserwelt eintauchen. Jetzt sind wir gerade in El Nido, einem sehr schön gelegenem Dorf direkt an einer Bucht Umgeben von Karstfelsen. Traumhaft. Die Erholung hatten wir uns auch verdient nach unserer strapaziösen Anreise. Nach 5 Stunden Aufenthalt am Manila Airport ging's zuerst nach Puerto Princesa wo eigentlich noch ein Bus weiter nach Port Barton gehen sollte. Aber das war wohl eine Falschinformation. Also Zwangsaufenthalt im faden Puerto Princesa. Dann wurde uns geraten am nächsten Tag früh zum Busbahnhof zu fahren um gute Plätze für die zache Fahrt zu bekommen. Um halb Acht dort angekommen ist der Tenor: Jeepney nach Port Barton? Nie gehört, gibt's nicht! Aber nach hartnäckigem Fragen taucht plötzlich ein fragwürdiger Messias auf und verkündet die frohe Nachricht: Bus nach PB gibt's doch und der fährt auch gleich los. Cool, gleich war zwar 2 Stunden später aber dafür kamen wir nach abenteuerlicher Junglefahrt tatsächlich in PB an. Im Jeepney waren noch drei Dänen mit denen wir dann einiges unternommen haben. Da hier gleich die Sonne untergeht hab ich eigentlich keine Lust mein Bier warm werden zu lassen und beschreib den Rest mal in Kurzform. Island Hopping in PB, Sundowner, Bootsfahrt nach El Nido mit Delphin Sichtung, relaxen auf unserer Beach Front Terasse, 2 Top Dives mit Lunch auf Deluxe Beach. Und morgen folgen 2 weitere Dives unter anderem mit langem Höhlen Tauchgang. Cya!

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Sun, 14 Aug 2011 07:14:26 -0700 Weiter geht's http://zuwezahra.posterous.com/weiter-gehts http://zuwezahra.posterous.com/weiter-gehts Die Zelte inTaiwan werden vorerst abgebrochen und wir fliegen weiter in Richtung Philippinen! Palawan wir kommen!

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Sat, 13 Aug 2011 03:37:21 -0700 Sonne, Mond und See http://zuwezahra.posterous.com/sonne-mond-und-see http://zuwezahra.posterous.com/sonne-mond-und-see So kamen wir dann irgendwann an, in Taichung, der 3. größten Stadt des Eilands. Unser Ziel war der "Sonne Mond See", aber wie genau wir den erreichen würden war uns noch nicht so klar und so wollten wir eigentlich ein Nächtle in Taichung bleiben, die Weiterreise ausklamüsern und evtl ein bißchen Nachtluft schnuppern.
Doch das nette Mädel von der Tourist Info (Nein, diesmal nicht die Hotline) besorgte uns erst ein Hotel und erläuterte uns dann im handumdrehen, wie wir zum Tourist Hot Spot Zentraltaiwans kommen. Damit war der Aufenthalt in Taichung eigentlich hinfällig geworden, und wir begaben uns direkt zur Busstation. Wir sahen auch den Bus, aber leider nur abfahren... Trotz eines mutigen Sprints mit riesen Rucksäcken fuhr uns die S** vor der Nase davon.
Aber laut der Touri Info Frau fährt der Bus ja eh alle halbe Stunde. Gut überdacht warteten wir dann an der Busstation bei leicht einsetzendem Nieselregen. Der wurde aber immer heftiger, und so mussten wir uns unter ein anderes Gebäude unterstellen, um nicht total durchnässt zu werden. Von da konnte man aber die Busse schlecht sehen, bzw. wohin sie fuhren. Aber das war egal - denn unserer kam eh nicht... Nach fast 2h gaben wir uns dann geschlagen und begaben uns in das vorgeschlagene Hotel, das zum Glück direkt um die Ecke war. Es war also doch schon vorbestimmt für uns eine Nacht in Taichung zu bleiben! Wahrscheinlich wegen dem billigen aber überraschend gutem Hotel, denn das angepriesene Nachtleben entpuppte sich als reinster Flop (wegen unseres 3 Jahre alten Reiseführers???). Dafür kamen wir am nächsten Tag ohne Trubel am Sun Moon Lake an, wo uns wieder einmal ein Info-man in perfektem Oxford Englisch einen top Hotel Tipp gab. Alle Befürchtungen nach der Hotelpleite in Alishan waren umsonst, sogar der Seeblick des Zimmers lies sich Ende des Parkplatzes erahnen, und so hatten wir eine gute Ausgangsbasis für unsere Unternehmungen.
Es standen wieder ein paar Hikes auf dem Programm, sowie Tempelbesichtigungen. So gegen 2 oder 3 Uhr am Nachmittag fing es dann meist zu regnen an, anscheinend immer noch die Nachwehen des Taifuns. Aber die Landschaft am See ist wirklich sehr sehr schön, und wie am Alishan verleihen die tief hängenden Wolken dem See etwas mystisches.
Auch kulinarisch gab es am See einiges zu erleben, da war zum Beispiel der Präsidenten Fisch (heißt so, da ihn ein ehemaliger, berühmter Präsident, Chiang Kai Shek, so gerne aß, weshalb er jetzt 4x so viel kostet wie sein namenloser Geselle im Aquarium), ein kleines italienisches Restaurant mit leckerem Sea Food Risotto, und zu guter Letzt wurde in einem Nachbardorf die Passionfruit Season ausgerufen, woraufhin wir einen riesen Sack Maracujas für ca 2,5 Euros bekamen.
Die gute Atmosphäre veranlasste uns dann dazu noch einen Tag länger zu bleiben, ein bißchen zu entspannen, das eine oder andere Bummerl zu spielen und Reiseführer zu lesen. Freitag Vormittag gings dann im Reisebus mit riesigen Sitzen, sowas haben wir noch nie gesehen, flugs zurück nach Taipei, womit unser around-the-island-trip auch schon beendet ist!
Jetzt sitzen wir im Leopard Garden (das Hostel sieht exakt so aus, wie es sich anhoert) und bringen euch auf den neusten Stand, und am Montag um 1 Uhr früh gehts ab auf die Philippinen!

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Fri, 12 Aug 2011 06:21:23 -0700 Im Frühtau zu Berge... http://zuwezahra.posterous.com/im-fruhtau-zu-berge http://zuwezahra.posterous.com/im-fruhtau-zu-berge So Freunde, weiter gehts. Nach virulenten Anschlägen bin ich endlich wieder auf dem sprichwörtlichen Dampfer. Und wie plant man nach kurzer Abwesenheit aus dem Business das nächste Reisehighlight??? Genau, man ruft die kostenfreie 24h Taiwan Tourist Hotline an! Aber Pustekuchen, auf die Frage wann denn der sagenumwobene Alishan Forest Train seine erste Fahrt macht, bekommt man zur Antwort: "Train, no go!". Hmm, was meinen die jetzt damit? Das super Tourist Highlight wird jawohl nicht zur No Go Area geworden sein. Aber dann kann uns Wikitravel aufklären: Der tolle Zuch bzw. dessen Tracks sind wohl bei einem der letzten Taifune vor 2 Jahren in Mitleidenschaft gezogen worden. Schadé, jetzt kann man nur noch mit dem Bus auf den Berg fahren. Aber das sollte uns nicht hindern trotzdem eine Mordsgaudi auf dem Ali Berg zu veranstalten (Shan heißt nämlich Berg und Alishan folglich Alis Berg). Also Bus gebucht und los ging es. Eigentlich wollten wir uns Hotel-mäßig etwas verwöhnen lassen, haben dann aber davon abgesehen und landeten zur Strafe dann in einer schiachn Hittn. So what, das brachte uns nur dazu möglichst viel Zeit draußen in den Wäldern umherzustreifen. Der Wald ist unheimlich schön und da er ziemlich hoch gelegen ist (jenseits von 2000m) ziehen auch Wolken als Nebelschwaden durch, was ihn sehr mystisch erscheinen läßt. Das Highlight sind aber zahlreiche rote Zypressen, die teilweise weit über 2000 Jahre alt sind und einfach gigantisch aussehen! Von unseren lieb gewonnen asiatischen Freunden vom Festland wird aber ein anderes Ereignis gehyped, der Sonnenaufgang über dem Wolkenmeer! Bei unserem Vorhaben, den Aufenthalt im Hotel möglichst knapp zu halten, kam uns ein Sonnenaufgangsbesuch natürlich entgegen, denn wie ihr alle wisst geht die Sonne morgens auf, und das ziemlich früh! 5:36 war der Sunrise angeschlagen, und bei einem 1 Stunden Anmarsch warfen wir uns um 3:30 (trotz nicht erfolgtem Morning Call von Seiten unseres Hotels schafften wir es um die Zeit schon aus dem Bett) in Schale. So waren wir dann früh genug am Sunrise Viewing Place, um die Ankunft unserer oben erwähnten Freunde in mehreren Minibussen mitzuerleben. Die Zeit wurde ihnen dann durch eine kleine Geschichtsvorlesung über Alis Berg bis zum Sonnenaufgang vertrieben. Mit dem Megafon wohlgemerkt. Der Sonnenaufgang selber war dann aber wieder schön.
Zur Entspannung sind wir dann noch einen schönen Wanderweg entlang gegangen, so früh, von Vogelgesang und Nebel begleitet war das ein tolles Erlebnis! Ein weiteres Highlight wollen wir aber nicht unerwähnt lassen: zum Abendessen gönnten wir uns "the onion explodes the beef", was ganz gut so war, da das beef nicht gerade vom Feinsten war. Manche englische Übersetzungen der Gerichte sind einfach zum brüllen komisch, und falls ihr es uns nicht glauben wollt - sorry, aber wir haben uns wohl zu offensichtlich darüber amüsiert, so daß der Kellner uns die Speisekarte weggenommen hat, gerade als wir sie fotografieren wollten ;)
Nach diesem kurzen Intermezzo in Alishan gings auch schon wieder in den Bus, der uns aus der Kälte der Berge (so ca. 20°) wieder in die Hitze der Städte bringen sollte.

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Fri, 12 Aug 2011 04:52:58 -0700 Kaohsiung und Tainan in Bildern http://zuwezahra.posterous.com/kaohsiung-und-tainan-in-bildern http://zuwezahra.posterous.com/kaohsiung-und-tainan-in-bildern

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Sat, 06 Aug 2011 11:24:20 -0700 Die Geisterstadt vs die Tempelstadt http://zuwezahra.posterous.com/die-geisterstadt-vs-die-tempelstadt http://zuwezahra.posterous.com/die-geisterstadt-vs-die-tempelstadt Nun sind wir also in Kaohsiung angekommen, ihres Zeichen nach Taiwans drittgrößte Stadt mit einem der größten Häfen weltweit. Da steppt der Bär, sollte man meinen! Aber auch in Österreichs drittgrößter Stadt findet man nicht so viele Tanzbären, oder...? ;)

Bereits am ersten Abend stellten wir zu unserer Verwunderung fest, dass der Nachtmarkt (normal von 18h-24h oder sogar 2h) beim Hostel um's Eck gegen halb 11 schon fast zur Gänze zusammengepackt hat. Bars finden wir auch keine, aber das sind wir ja schon gewöhnt. Taiwanesen setzen sich abends nicht irgendwo gemütlich zusammen auf ein Biertschi oder einen Cocktail, sie schlendern lieber über einen der zahlreichen Nachtmärkte und essen "Stinky Tofu" (bei diesen Ständen heißt es Nase zu und durch) oder panierten Tintenfisch am Stiel und amüsieren sich bei einem Spielestand beim Schildkröten angeln, Basketbälle werfen, Bogenschießen, Dosenwerfen etc.

Auch tagsüber präsentierte sich uns Kaohsiung als ziemlich verlassen. Viele Rolläden waren herunten, in Kaufhäusern waren 2/3 aller Geschäfte geschlossen, sogar der sonst so überfüllte Food Court war menschenleer.

Tags drauf im Sky Tower 85, eines der höchsten Gebäude Taiwans, das selbe Trauerspiel -- fast alle Geschäfte leer, keine Menschen. Erst als wir mit der Fähre auf die vorgelagerte kleine Insel beim Hafen übersetzten, kam wieder ein bißchen Großstadtfeeling auf. Mit unseren gemieteten Fahrrädern mußten wir ganz schön aufpassen, nicht unter die Räder der dutzenden Scooter zu kommen! Die "Strandpromenade" entlang dann aber wieder die altbekannte tote Hose. Der Radweg ging an verlassenen Museen vorbei und durch Parks, in die sich hie und da Baseball spielende Kinder oder alte Opas beim Schoßhündchen Gassi gehen bzw fahren (Hunde werden hier vorzugsweise am Fahrrad, am Scooter oder im Kinderwagen transportiert) verirrten.

Als es dann schon dunkel war flanierten wir entlang des Love Rivers von Kaohsiung. Müßig zu erwähnen, daß wir Mühe hatten, ein Lokal zu finden, in dem wir auf Tobis eingereichte Diplomarbeit anstoßen konnten ;)

Den darauffolgenden Tag verbrachten wir dann zur Hälfte in unserem cozy Hostel, da Tobi die Air Condition Disease daniedergestreckt hatte, die ihm bis heute noch erhalten geblieben ist. Wären wir in China, würde er nicht weiter auffallen mit dem Gerotze ;)) Spaß ohne, da auch Fieber dazugekommen ist, haben wir das Programm radikal gekürzt und dafür um einige Taxifahrten erweitert. Schnell noch den Lotus Pond als wichtiges Sight abgegrast, die Pagoden erklimmte aber nur Vicki. Nach einer weiteren Rast im Hostel ging es dann noch zur Love River Boat Tour, das mußte einfach sein!

The show must go on, und so nahmen wir am Freitag den Zug nach Tainan, Taiwans alter Hauptstadt, wo das Lazarett wieder aufgeschlagen wurde. Erst abends kamen wir aus dem Backpackers und spazierten über den nächtlich ruhigen Konfuziustempel. Am Samstag präsentierte er sich uns dann ganz und gar nicht ruhig -- von hier aus startete eine riesen Parade zum chinesischen Valentinstag. Auch sonst verlief der Tag ein wenig hektisch, da jemand seine Kamera am WC im alten Fort vergessen hat...zum Glück sind wir hier im korrekten Taiwan, wo das Corpus delicti brav auf ihre Besitzerin wartete.

Per Anhalter kamen wir dann wieder ins Stadtzentrum, wo ein wahrer Tempelmarathon auf uns zukam. Nach einer spontanen Privatführung durch eine hilfsbereite Tempelmitarbeiterin kennen jetzt auch endlich Art und Ablauf der Gebete und wissen, wo wir unsere Räucherstäbchen hinzustecken haben.

Am Abend gab's ein Festessen in einem kleinen Restaurant an der Straßenecke und zum krönenden Abschluß noch das eine oder andere Gläschen auf unserem Balkon. Was uns der morgige Tag bringen wird, das wissen wir noch nicht so wirklich. Da der Taifun ja jetzt von Taiwan weg Richtung Festland China abgebraust ist (angeblich wurden dort schon eine halbe Million Menschen evakuiert), steht einem Trip in die Berge Zentraltaiwans nun nichts mehr im Wege! Gute Nacht

PS: Bilder müssen erst verkleinert werden, werden nachgeliefert.....

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Sat, 06 Aug 2011 10:01:50 -0700 Tainan Nights oder Oarsch Taifun! http://zuwezahra.posterous.com/tainan-nights-oder-oarsch-taifun http://zuwezahra.posterous.com/tainan-nights-oder-oarsch-taifun

So, mal als kleines Intermezzo ein paar pics von unserer Abendgestaltung. Heute gab es gleich drei Dinge zu feiern: Zum einen ist der "Oarsch Taifun" Muifa doch Richtung China abgezogen, zum anderen galt es meine Genesung mit einem leckeren Kaltgetränk zu feiern und zu guter letzt war heute noch Chinese Valentines Day... Für die ganz neugierigen, auf dem Speiseplan standen Beef stir fry with Green Peppers, Sweet and Sour Shrimps und Fried Rice Cantonese Style.
Der neue Tag wurde dann noch mit einem Drink am Hostel Balkon begrüßt. Und morgen ? Früh raus und ab Richtung Alishan! Hoffentlich ist noch ein Bettchen für uns frei!

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Wed, 03 Aug 2011 22:18:00 -0700 Everybody's gone surfing... http://zuwezahra.posterous.com/everybodys-gone-surfing http://zuwezahra.posterous.com/everybodys-gone-surfing Nach dem Lebenszeichen ein kleiner Flashback:

Von Hualien aus starteten wir einen Scootertrip die Ostkueste hinunter, wo wir durch die Wetlands der Ureinwohner stapften und entlang einer genialen Berglandschaft ans Meer kamen, in dem wir zum ersten Mal auch schwimmen konnten. Der Sand war schwarz, was das ganze anfangs ein wenig gewoehnungsbeduerftig machte ;) aber wie ihr euch vorstellen koennt waren wir ueber die Abkuehlung heil froh!! Der Abend wurde traditionellerweise auf einem Nightmarket verbracht, wo wir unter anderem kleinen Taiwanesen beim Schildkroeten angeln zuschauen konnten und am Strand unser privates Feuerwerk abfeuerten (neben 20 anderen).

Am naechsten Morgen ging es mit dem bequemen, aber ziemlich heruntergekuehlten Zug in den Sueden. In Hengchun schlugen wir unser Quartier auf. Was sollen wir sagen. Das Doppelziemmer war wunderschoen und nicht wirklich teurer als der 10er Dorm in Hualien. Aber die Vermieterin war einfach komplett unsympathisch!! Wir mieteten uns also schnell wieder einen Scooter, um zu entkommen, und fuhren an einen schoenen Strand, der allerdings mega ueberfuellt war. Da die Sonne hier schon recht frueh untergeht, wurde der Strand auch schon gegen 19h geschlossen, und wir machten uns auf den Weg zum Nachmarkt in Kenting, dem Hot Spot des Suedens.
Tags drauf cruisten wir um die Halbinsel, die vom Kentin National Park gebildet wird, und kamen bis zum suedlichsten Punkt Taiwans. Heiszer geht's nimmer...
Deshalb beschlossen wir auch, den naechsten Tag im Wasser zu verbringen und meldeten uns zu Surf lessions an. Den Tip dazu gab uns Frank vom lokalen Eisgeschaeft Aqua Kiss, bei dem wir unsere Abende verbrachten, um wenigsten ein bisschen abzukuehlen. Ihr koennt euch nicht vorstellen, welch geniale Kreationen es hier gibt! Ein riesen Eisblock wird geschreddert und dann mit Eis vermixt, das ganze wird in groszen Glaesern mit ganz viel Fruchten und anderen Dekorationen serviert, einfach herrlich! Aber genug vom Eis geschwaermt, zurueck zum surfen, wo wir uns bei einer menge Spasz auch einen kleinen Sonnenbrand holten. Am Vormittag ging's ganz gut, am Nachmittag waren wir am Strand gleich neben einem Atomkraftwerk, das war ein wenig gruselig. Hoffentlich leiten die ihr Abwasser nicht ins Meer?? Am Nachmittag fuhren wir nach Koahsiung, von wo ihr schon einen kleinen Ausblick erhalten habt. More to come!

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Tue, 02 Aug 2011 05:25:18 -0700 Lebenszeichen http://zuwezahra.posterous.com/lebenszeichen http://zuwezahra.posterous.com/lebenszeichen

Wir sind gerade in Kaoshiung gelandet. Gemütliches Hostel, das sich passenderweise Cozy Place nennt und angeblich umsonst unseren Wäscheberg waschen will. Der wird sich noch wundern! Fotos sind vom Ausblick von unserem Balkon!

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